zurück

Die Kreisputzete - Das schlechte Gewissen des Ostalbkreises?

Kreisputzete 2010 "Saubere Ostalb"

Können aufwendig gestalte Plakate und schöne Worte des Landrats vom Versagen des Ostalbkreises und einiger Städte, die Ostalb sauber zu halten, oder von der Frage über Sinn und Notwendigkeit der Kreisputzete auf Dauer ablenken?
Die Kreisputzete ist so sinnvoll wie die CO2-Reduktion, um die Klimaerwärmung zu verhindern. Das heißt, die Putzete ist leider derzeit notwendig, aber nicht hinreichend, um eine saubere Ostalb zu gewährleisten.
Sowohl die Bemühungen um Co2-Reduktion als auch die Putzete begrenzen zwar den  Schaden, die eigentliche Ursachen und die daraus resultierenden Zukunftsprobleme werden jedoch von den Verantwortlichen noch immer ignoriert.
Im Gegensatz zur Klimaerwärmung kann gegen die zunehmende Vermüllung unserer Städte und Landschaften derzeit noch etwas getan werden, aber der Wille dazu fehlt bei den Verantwortlichen. 



Ist das Motto der  Kreisputzete "Saubere Ostalb" bald ein nicht mehr realisierbarer Traum?
Ja, wenn die Putzete das einzige bleibt, was dem Ostalbkreis dazu einfällt!

Ist die Kreisputzete für eine  "Saubere Ostalb" notwendig?
Nein, die Putzete ist so unnötig wie ein Kropf, denn es gibt einfachere und bessere Lösung, die das Ziele "SAUBERE OSTALB" im Gegensatz zur Putzete auch tatsächlich erreichen!


Die Lösung des Müllproblems ist  einfach:

Ausreden wie das "Verursacherprinzip" sollten endlich begraben werden, denn das Verursacherprinzip spiegelt sich in den Müllgebühren schon lange nicht mehr !
Was sollen die komplizierten Regelungen mit Sperrmüllkarte, Altmetallkarte und der Elektro- und Elektronikkarte und der Begrenzung der Sperrmüllmenge auf 2 m³ an den Wertstoffhöfen.  Diese Regelungen verwirren nicht nur die Menschen, die  die deutsche Sprache nur eingeschränkt beherrschen. Selbst Mitarbeitern am Gmünder Ordnungsamt, die mit der Entsorgung wilden Mülls betraut sind, ist nicht klar, dass jeder Haushalt jedes Jahr theoretisch 4 Kubikmeter Sperrmüll ohne zusätzliche Kosten entsorgen kann. Wenn  wundert es da, das viele Menschen ihren Sperrmüll vor der Haustür oder im nächstgelegenen Wald entsorgen.  Der richtige Umgang mit Müll und Wertstoffen ist kompliziert genug, man sollte die Sache nicht komplizierter machen als unbedingt nötig!

Die Praktiken der Versicherungsbranche zeigen besser wie alles andere, dass komplizierte Regelungen nur dazu dienen, denn Kunden übers Ohr* zu hauen! Will der Landkreis tatsächlich seine Bürger übers Ohr hauen oder
will er eine saubere Ostalb?
Nur eines dieser beiden Ziele  ist erreichbar!
Der Ostalbkreis sollte sich so schnell wie möglich entscheiden was er eigentlich will. Die  Bürgern erwarten zumindest Ehrlichkeit, damit sie bei der nächsten Kreistagswahl eine verantwortliche Wahlentscheidung treffen können! 

Es wäre eine "SAUBERE OSTALB" denkbar, wenn dies der Kreistag nur wollte!



*Ein normaler Privathaushalt kann sein Sperrmüllkontingent nie auch nur annähernd ausschöpfen, da bei den meisten Haushalten der Sperrmüll  in der Regel nicht kubikmeterweise, sondern in deutlich kleinerer Mengen anfällt! Fällt in einem Haushalt in einem Jahr gar kein Sperrmüll an, verfällt der gesamte Anspruch. Früher war bei Selbstanlieferung des Sperrmülls an den Deponien "das Abstreichen von Teilmengen" möglich, heute ist die Abgabe von Teilmengen ausdrücklich ausgeschlossen.
Warum gibt es für Selbstanlieferer keine 40 Sperrmüllmarken a 100 Liter mit uneingeschränkter Gültigkeit? Die gibt es deshalb nicht, weil die GOA gar keine Interesse daran hat, dass ihre Kunden die bezahlten Leistungen tatsächlich ausschöpfen. Selbst eine Übertragbarkeit der Sperrmüllkarten von Haushalt zu Haushalt, würde an dieser Tatsache nichts wesentliches ändern. Eine unbefristete Gültigkeit der Karten für Sperrmüll, Altmetall und Elektroschrott wäre eine Möglichkeit zumindest der langjährigen Stammkundschaft etwas entgegen zu kommen und dem "Verursacherprinzip", d.h. dem Zusammenhang zwischen Ursache (Müll) und Wirkung (Gebühren), wenigsten in Teilbereichen ein wenig Rechnung zu tragen. Das Verursacherprinzip verpflichtet nicht nur den, der den Müll verursacht hat für dessen Beseitigung zu zahlen; es verpflichtet auch den, der sich für die Beseitigung des Mülls im voraus bezahlen lässt, den Versprechungen auch entsprechende Taten folgen zu lassen, d.h. wer Gebühren verlangt (verursacht), muss auch Gegenleistungen erbringen. Das "Verursacherprinzip" wird gerne von Kommunalpolitikern als der maßgebliche Grund angeführt, warum pauschale, personenbezogenen Müllgebühren nicht eingeführt werden können. Dabei ignoriert die derzeitige Müllgebührenordnungen des Ostalbkreises im Gegensatz zu einer personenbezogenen Pauschale das Verursacherprinzip fast völlig. Auf Personen und Zeiträume bezogene Werte wie Wasserverbrauch, Abwasseranfall und Abfallmengen pro Person und Jahr sind die entscheiden für die Planung von Wasserversorgungs- und Abfallentsorgungsanlagen. Warum werden die Kosten für die Müllentsorgung nicht dementsprechend auch auf die Personen umgelegt? Warum müssen die Kosten mit Hilfe einer völlig intransparenten Gebührenordnung auf Haushalte umgelegt werden. Ein Haushalt ist eine völlig willkürliche, nicht fassbare Größe, da ein Haushalt aus einer Person oder einer Großfamilie bestehen kann. Eine Großfamilie, die ihren Müll in den Wald trägt, hat derzeit die geringsten personenbezogenen Müllentsorgungskosten im Ostalbkreis. Die maximalen Müllgebühren entfallen auf alleinlebende Personen, die ihren Müll legal entsorgen. Wo hier dem Verursacherprinzip gefolgt wird, ist ein Mysterium, das sich  offenbar nur  Kommunalpolitiker, Verwaltungsbeamten und leitenden Mitarbeitern der GOA erschließt. Die einzige vernünftige Erklärung für die Müllgebührenberechnung im Ostalbkreis wäre es, wenn durch die Müllgebühr Großfamilien, die ihren Müll illegal entsorgen, besonders gefördert werden sollen. 

 Kosten hat eine Person z, die alleine lebt und ihren Müll ebenfalls illegal entsorgt, muss dagegen erhebliche   in Bezug auf de  kann bei den Abfallgebühren viel Geld sparen. Für eine Einzelperson eine Einzelerhebliches von zweibis zu 10 oder 20 Personen umfassen kann dieser im einen Fall nur eine Person  die Der Haus, deren Grösse imunabhängig davon die Beteiligten verteilt werden?

Pauschale bzw.  zu  personenbezogene Müllgebühren würden außerdem dazu führen, dass die Stadtverwaltungen wieder neben allen Parkbänken (und nicht nach dem Prinzip "Leidig"  nur in priviligierten Lagen, wie etwa in der Südstadt, entlang der Klepperles-Trasse) Abfallkörbe anbringen könnte und dass darüber hinaus künftig auf die Anschaffung teuerer und umständlich zu leerender Spezialausführungen, die eine wilde Entsorgung von Mülltüten unterbinden, verzichtet werden könnte. Dadurch würde nicht nur die Innenstadt, sondern auch die angrenzenden Wiesen und Wälder erheblich von wilden Müllablagerungen entlasten werden können. Die derzeitige Müllentsorgung der GOA beruht sowohl beim Restmüll als auch beim Sperrmüll leider noch immer auf dem sogenannten "Lotterieprinzip": "Es gewinnt immer nur einer, der Betreiber der Lotterie".  Bei der Mülllotterie im Ostalbkreis heißt der Gewinner leider GOA und nicht Ostalb!

Selbst wenn einmal im Leben, z.B. bei einer Haushaltsauflösung oder bei einer völligen Neueinrichtung einer Wohnung,   4m³ Sperrmüll oder mehr  anfallen und man glaubt sein bezahltes Recht gegenüber der GOA durchsetzen zu können, dann zieht man auch wieder den Kürzeren.  Denn wer glaubt, dass er das sperrige Sofa oder die hohlen Schränke so in Einzelteile zerlegen kann, dass der Sperrmüll am Ende hohlraumfrei ist und er so die maximalen 4m³ endlich einmal ausschöpfen kann, der muss damit rechnen, dass die GOA einen Teil des so zerlegten Sperrmülls gar nicht entsorgt,  denn sie kann immer auf ihre  Sperrmüll-Definition verweisen:

Sperrmüll-Definition der GOA
Nach dieser Definition kann jedes Regalbrett oder die Einzelteile einer zerlegte Schubladen von der GOA zurückgelassen werden, denn wer weiß schon was die GOA unter zumutbar versteht. Zerlegt man die alten Möbel nicht, dann werden sie zwar ohne Probleme als Sperrmüll anerkannt. Dies muss man zum Beispiel bei einer nicht zerlegten Kommode damit bezahlen, dass 90% des angerechneten Sperrmüllvolumens aus Luft besteht. Früher, als der Sperrmüll noch mit einem normalen, offenen LKW abgefahren wurde, war die Sperrigkeit bzw. das Volumen eines unzerlegten Möbelstückes sicher ein sinnvoller Kostenfaktor für die Kalkulation der zugeordneten Gebühren. Seitdem aber Möbel bereits vor Ort zu Restmüll verarbeitet werden, d.h. geschredert oder zusammengepresst werden, ist es nicht mehr verständlich das die Abrechnung immer noch nach dem Volumen erfolgt. Das Gewicht des sperrigen Mülls wäre bei der derzeitigen Sperrmüllpraxis wohl ein sinnvolleres Maß und würde dem Verursacherprinzip eher gerecht werden!
Es gibt sicher eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die derzeitige Sperrmüllabfuhr in Bezug auf Kosten und Umwelt weiter zu optmieren. Es wäre sicher auch überlegenswert, ob nicht wieder in gewissen Zeitabständen ein Abfuhrtermin eingeführt wird, an dem Haushalte ganzer Stadtteile aufgefordert sind ihren Sperrmüll zur Abfuhr befreit zustellen. Wenn bei solch einem allgemeinen Termin auch kleiner Mengen abgegeben werden könnten ohne gleich die ganze Sperrmüllkarte für 2 m³ abgeben zu müssen, dann könnte dadurch sicher viel Kraftstoff und Arbeitszeit eingespart werden.
In unserer Zeit der Mülltrennung und der Wertstoffgewinnung wäre es doch eigentlich angesagt, darüber hinaus diejenigen zu belohnen, die ihre sperrigen Möbel soweit wie möglich in ihre einzelne Bestandteile (Holz, Metall, Glas und Reststoffe) zerlegt und sortiert zur Sperrmüllabfuhr herausstellen. Derzeit muß man wie bereits gesagt jedesmal befürchten, dass kleinere Teil, die eigentlich nicht in den Hausmüll gehören, nicht mitgenommen werden!

Warum geht die Sperrmüllregelung der GOA völlig am Bedarf vorbei? Die Regelung dient vor allem der Maximierung des Gewinns, denn jede berechnete Leistung, die nicht erbracht werden muss, ist letztlich zusätzlicher Gewinn. Um beim Kunden die maximal mögliche Akzeptanz für die Müllgebührenstruktur zu erreichen, läßt man die angebotenen Leistung möglichst attraktiv erscheinen und schränkt sie durch das "Kleingedruckte" beziehungsweise durch die weiteren Vertragsbedingungen so ein, das der Durchschnittsverbraucher gar nicht merkt, dass er die theoretisch angebotenen Leistungen nur zu einem sehr geringen Bruchteil auch tatsächlich nutzen kann.
Die GOA wird ihre 
Abrechnungsmethode sicher mit dem Begriff Mischkalkulation rechtfertigen. Mit dem gleichem Recht kann man diese Methode auch auch als systematisierten Betrug am Kunden bezeichnen, denn die GOA ist kein Unternehmen, das seine Leistungen auf einem freien Markt anbietet. Die GOA hat auf dem Bereich der Müllentsorgung ein Monopol und sollte daher nicht jede Trickserei, die leider noch auf dem freien Markt erlaubt ist, nachmachen. Dafür sollte zumindest der Aufsichtsrat und der  Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Klaus Pavel eigentlich sorgen. Angesichts klammer Kassen wird diese Aufgabe wohl nicht ganz so eng gesehen, denn schließlich profitiert der Landrat auch von einem guten Gecshäftsergenis der GOA. 

Meine Ansicht nach gehört ein Monopol nicht in die Hand eines privatwirtschaftlich betriebenen Unternehmens. Müll sollte zwar kostendeckend beseitigt werden, er sollte aber nicht dazu missbraucht werden Gewinne zu machen, denn das geht auf Kosten unserer Umwelt. Was dabei passieren kann, kennen wir aus Berichten über Süditalien. Dort hat die Mafia das Müllgeschäft bzw. Müllmonopol in der Hand.
Jedes
privatwirtschaftliches Unternehmen, das mit einem Monopol Gewinne macht ist zumindest ständig der Versuchung ausgesetzt dieses Monopol zu missbrauchen, d.h. mafiöses Verhalten an den Tag zu legen. Das gilt nicht nur für Italien, das Beispiel der Stadt Köln oder der Firmen Siemens und Daimler zeigt, dass auch deutsche Mitbürger nicht immun gegen Korruption sind.  

Offensichtlich ist die Philosophie der Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH
bei den Verantwortlichen etwas in Vergessenheit geraten.  Die einst festgelegten, mitllerweile vergessenen höheren Ziele des Unternehmens lauten: 
Die drei Hauptziele der Abfallbewirtschaftung
- Abfallvermeidung, Abfallverwertung und umweltgerechte Entsorgung -
sind die Prinzipien, auf denen die Arbeit der GOA basiert.

Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube; Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind. Johann Wolfgang von Goethe

Wir Bürger würden gerne glauben, dass die drei Hauptziele in der angegebenen Reihenfolge ernsthaft umgesetzt werden sollen, wenn es für dieses Bemühen Anhaltspunkte gäbe. Das Einzige was belegbar ist, ist die die Tatsache, das die umweltgerechte Entsorgung bei der GOA an letztere Stelle steht. Dies wird durch den Rest- und Sperrmüll in Wald und Flur belegt. Schon Johann Wolfgang von Goethe wusste: "Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens.". Das bedeutet, dass zunächst Wissen benötigt wird, bevor man darauf aufbauend glauben kann oder muss. Demgemäß heißt es auch in der Bibel nicht "An ihren Worten ...", sondern "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!". Wenn die Vertragsbedingungen schon nicht nachvollziehbar sind, dann ist das Misstrauen schon gesäht. Wenn dann noch die Taten nicht mit den Worten übereinstimmen, dann hilft kein Glaube, sondern nur noch restlose Aufklärung über die Gründe für die Abweichungen zwischen Wort und Tat. Ausreden und nicht glaubhafte Beteuerungen vertiefen nur die Zweifel daran, dass die Philosophie der GOA nur eine schöne Fassade ist, hinter der der Mammon angebetet wird. Die Zertifizierungen gewährleisten nicht, dass die GOA die drei theoretischen Hauptziele der Abfallbewirtschaftung einhält, sondern nur das gewisse Mindeststandards im Betrieb eingehalten werden.
Allein die Tatsache, dass wir in einer Kosum- und Wegwerfgesellschaft leben, deren Antwort auf alle Probleme "Wachstum" heißt, widerspricht dem ersten Ziel der GOA-Philosophie.
Würde das Ziel der Abfallvermeidung ernst genommen, dann müßte die GOA im Idealfall alles dafür tun, dass sie selbst weitgehend überflüssig wird. Hat sich die GOA schon jemals aktiv für die Einführung eines deutlich höheren Einwegpfandes auf alle Getränkeverpackungen und insbesondere für ein signifikant höheres Flaschenpfand für Bier, Wein und Spirituosen, eingesetzt? Entspricht das Verteilen von zerschlagenen Wodka- und Bierflaschen in Wald und Flur den GOA-Vorstellungen einer umweltgerechten Entsorgung? Ich denke NEIN! Wenn auf diesem Sektor nicht bald etwas getan wird, dann müssen wir bald am Übergang zu Wald und Flur Schilder mit folgender Warnung aufstellen:
Das Betreten von Wald und Wiesen erfolgt auf eigene Gefahr !
Vor Glassplittern und rostigen Dosenresten wird gewarnt!

Ein Lobbyist der Getränkewirtschaft der sich bei der Verhinderung eines wirkungsvollen Pfandsysteme besondere Verdienste erworben hat, ist der ehemalige Ministerpräsident von Bayern, Dr. Edmund Stoiber. Man sollte ihn und die großen Getränkebetriebe, die er vertrat,  für alle Schäden an Leib und Leben, die auf zerschalgene Flaschen und verrostete Dosen zurückgeführt werden können, in Haftung nehemen.  Mit Ausnahme der Partei Büdnis90/die Grünen hat sich in der Pfand-Frage  leider keine Partei mit Ruhm beklecker
t. Aber auch die Vertreter der Abfallwirtschaft einschließlich der GOA waren auffällig ruhig, obwohl die umweltgerechte Entsorgung ihr drittes Hauptziel ist!

Die Tatsache, dass die zunehmende wilde Entsorgung von Rest- und Sperrmüll ein Folge der GOA-Gebührenordnung und der Kommunalpolitik ist, liegt es nahe als zweites Hauptziel nach der Abfallvermeidung eine umweltgerechte Entsorgung des gesamten anfallenden Abfalls und aller Wertstoffe anzustreben. Erst danach macht es Sinn sich mit der weiteren Verwertung zu beschäftigen. Mein Vorschlag für eine neue, bessere GOA-Philosophie wäre: 
Die drei nach ihrer Priorität geordneten Hauptziele der GOA sind
die Abfallvermeidung, die umweltgerechte Abfallentsorgung und
die weitestgehende Verwertung
des Abfalls und aller Wertstoffe!


Wichtige Informationen zu pfandpflichtigen Einwegverpackungen und Mehrwegflaschen 

pfandpflichtige Einwegverpackung Durch die seit dem 1. Mai 2006 einheitliche Kennzeichnung (DPG-Logo der Deutsche Pfandsystem GmbH) ist für die Verbraucher leichter zu erkennen ist, ob es sich um eine pfandpflichtige Einwegverpackung handelt oder nicht. Dennoch gibt es bei der Rückgabe der Getränkeverpackungen im manchen Geschäften teilweise noch Schwierigkeiten.
Genauso wenig wie alle bepfandeten Flaschen oder alle Glasflaschen Mehrwegflaschen sind, oder gar alle Verpackungen bepfandet oder mit einem Entsorgungsaufschlag (grüner Punkt) versehen sind, genauso wenig sind alle Verpackungen aus "Polyethylenterephthalat", kurz PET genannt, Einwegverpackungen. Es wäre zu einfach für unsere hochstehende Zivilisation! Wir mögens kompliziert. Diejenigen die keinen Zugang zum Internet haben, haben es manchmal schwer sich zu recht zu finden. Diejenigen die kein Umweltbewußtsein haben tun sich wesentlich leichter, denn sie können sich mit Unwissenheit herausreden. In der Schule ist der Umgang mit der Umwelt ja offensichtlich kein Thema von Relevanz. Wer wissen will an was man welche Art von Verpackung erkennt und welche Probleme mit bestimmten Verpackungen verbunden sind, der sollte den NABU-Mehrweg-Guide studieren.

Wer wissen will, was die Repräsentanten unserer repräsentativen Demokratie taugen, der informiert sich auf den Seiten des BMU über die Regelungen zum Einweg- und Mehrwegpfand. Dort erfährt man, dass die Pflichtpfandregelung der Verpackungsverordnung sich ausschließlich auf ökologisch nachteilige Einweg-Getränkeverpackungen bezieht. Warum eine Wodka-Flasche, insbesondere wenn sie zerschlagen wurde, keine ökologisch nachteilige Einwegverpackung ist, wird dort leider nicht ausgeführt. Warum eine mit 8 cent bepfandete Mehrweg-Bierflasche weniger schädlich ist, wird dort auch nicht erläutert. Was das Einwegpfand für die PET-Flaschen bewirken soll, ist für das BMU ebenfalls eine Nebensächlichkeit. Es zeigt auf jedenfall, dass die Politiker nicht ihr Volk, sondern ihre Lobbyisten repräsentieren. Wir sind aber eine Demokratie und keine Lobbykratie!!!! Damit die Kratie wieder stärker zum Demos zurückkehrt und die notwendigen Dinge wieder mehr nach dem Willen des Volkes und nicht nur nach dem Willen der Wirtschaft geregelt werden, brauchen wir mehr direkte Demokratie!! Dies zeigt sich in allen Bereichen der Politik, ob Abfallwirtschaft oder Städtebau. Jahrhundertprojekte wie Stuttgart21 und Gamundia zeigen, dass auch der Städtebau immer mehr die Interessen weniger befriedigt anstelle das Interesse der Mehrheit im Auge zu haben. Endzeit-Szenarien wie sie in vielen Hollywood-Filmen dargestellt werden, werden so irgendwann einmal sicher Realität.

In Deutschland gelten folgende Pfandbeträge:
           Mehrwegflaschen:

Trotz des Pfandes von 25 Cent  geben gerade die Kinder und Jugendliche, die am ehesten unter den Begriff  "Kinderarmut" fallen, ihre Getränkeverpackungen  nicht im Laden ab, sondern lassen  diese dort zurück, wo sie geleert wurden. Dies deutet an, dass der Begriff Armut in Deutschland verdammt relativ ist.  Als relative arm gilt der, dessen  Einkommen deutlich unter dem Durchschnitt aller Einkommen seines Landes liegt.  Absolute Armut liegt vor, wenn eine Person weniger als 1,25 PPP-US-Dollar ( =0,89 €) pro Tag zur Verfügung hat. Wen ein Kind auf  0,25€  (d.h. auf 30% des Betraga, der einem absolut armer Menschen täglich zur Verfügung steht ohne weiters verzichten kann , dann muss  dieses Kind angesichts von 1,4 Milliarden absolut armen Menschen, im Zeitalter der Globalisierung eigentlich verdammt reich sein. Vielleicht sollte man die relativ armen Kinder in Deutschland gemäß dem Satz "Wer den Pfennig nicht ehrt, ist denTaler nicht wert" einmal zu etwas  mehr Respekt  gegenüber dem Cent erziehen. Auf jeden Fall zeigt dies aber, dass der Pfand keinen Einfluss auf den Absatz von Getränken hat. Der Bedarf und die Bequemlichkeit bestimmen in einer Wohlstands- und Konsumgesellschafft, welches Produkt gekauft wird!!!

Müll-Geschäfte: “Der Milliarden-Poker mit Grünem Punkt und Gelbem Sack”


Müll-Geschäfte: “Der Milliarden-Poker mit Grünem Punkt und Gelbem Sack” - Watch more Sports Videos at Vodpod.


CONTRACOMA kommentierte dieses Video unter der Überschrift “Der Milliarden-Poker mit Grünem Punkt und Gelbem Sack” " wie folgt: "Sie sind für viele Bürger und Kommunen ein echtes Ärgernis: die gelben Säcke und Tonnen, die allzu häufig das Straßenbild verschandeln. Doch wenn es einer guten Sache dient, sind viele Menschen bereit, diesen Anblick in Kauf zu nehmen. Immerhin glauben viele Bürger fest daran, dass das Duale System mit der getrennten Sammlung von Verpackungsmüll echte ökologische Vorteile bringt, die den Aufwand an Geld und Mühe rechtfertigen. Aber stimmt das überhaupt? ARD-Autor Wolfgang Huhn hat sich mit dem Kamerateam auf den Weg gemacht, um die Hintergründe des Dualen Systems zu erforschen. Sehr schnell stellte sich dabei die Frage nach seiner Existenzberechtigung. Denn an vielen Stellen zeigen sich Ungereimtheiten: Vor allem in den Großstädten landet immer mehr Hausmüll in den Gelben Säcken und Tonnen, oft über fünfzig Prozent. Mit hohem Kostenaufwand muss er – nach der Sortierung – wieder in die Müllverbrennung geschafft werden."
Auf das obige Video wurde sowohl von CONTRACOMA als auch von epochenvideo.blogspot.com, die beide vor allem auf Probleme und Fehlentwicklungen auf unserem Planeten hinweisen. Interessante Nachrichten, die einem die Augen öffnen, gibt es auch immer bei kopp-online. Aber auf gar keinen Fall darf man das lokale Informationangebot von www.gemd-gugga.de und www.schwäbisch-gmünd.net versäumen.

Aber ganz egal wo man sich im Internet bewegt, man sollte nie Informationen, Beurteilungen oder Standpunkte zu schnell oder gar ungeprüft übernehmen, denn wie wir alle seid der S21-Schlichtung und manche nach den Bürgerinformationsveranstaltung im Rahmen des kleinen Bruders von S21, dem Gmünder "Gamundia"-Projekt, wissen, kann man auch den größten Unsinn so präsentieren, dass er von zu vielen noch ernst genommen wird. Auch der, der seinen eigenen Gutachter nicht hinterfrägt, wird irgendwann einmal eine böse Überraschunge erleben, denn die meisten Gutachter sind stets dazu bereit, das für gut zu erachten, was sich ihr Auftraggeber so ausgedacht hat. Daher gilt wie immer und überall die alt Weisheit:
"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser".
So wird z.B. unter CONTRACOMA auf einen Youtube-Beitrag zur Entwicklung der Erdbevölkerung verwiesen, in dem zu Beginn behauptet wird, dass die Überbevölkerung keine Gefahr für unserer Planeten darstellt. Darin werden alle Probleme, wie eine mögliche Nahrungsmittelknappheit oder mögliche Kriege um knappe Wasserresourcen, klein geredet, ja ausgeschlossen, um am Ende äußerst wirkungsvoll anzumerken, dass das eigentliche Problem der Menscheit unser derzeitiges kapitalistisches Wirtschaftsmodell, das Wachstumsmodell, sei. Natürlich hat der Beitrag mit der abschließenden Bemerkung recht, dass es auf einem begrenzten Planeten kein dauerndes unbegrenztes Wachstum geben kann. Außer den Politkern wissen dies zumindest alle, die ein Gymnasium besucht haben. Aber eine wahre Aussage ist noch lange kein Beweis dafür, dass die übrigen Thesen des Beitrags ausreichend durchdacht sind. Obwohl dieser Youtube-Beitrag von "Wahrheitsbewegung" einmal vom TV-Sender ARTE in der Serie "Mit offenen Karten" ausgestrahlt wurde, heißt dies nicht, dass die aus den vermutlich korrekten Informationen gezogenen Schlüsse richtig sind. Auch "Wahrheitsbewegung" und die Sendung "Mit offenen Karten" kann irren. Unabhängig davon sind die Beiträge von ARTE ausgestrahlten Doku-Serie äußerst informativ. Bei Prognosen sollten sich erfahrene Journalisten aber etwas vorsichtiger ausdrücken als der Moderator dieser Dokumentation. Solange die Welt auf jedes Problem mit mehr Wachstum reagiert, muß mit Überbevölkerung, Nahrungsmittel- und Wassermangel, regelmäßigen Zusammenbrüchen der Weltwirtschaft und mit einer zunehmenden Vermüllung unseres Planeten gerechnet werden. Diese Gefahr wird durch die Betrachtung des theoretischen Potentials, das die Erde einer vernünftig wirtschaftenden Menschheit bietet, nicht gebannt. Die Menschheit ist nicht vernünftig. Wäre sie es, dann hätten wir bereits seit etwa 2000 Jahren das Paradies auf Erden.

Ein wesentlicher Denkfehler des ARTE-Doku "Die Wahrheit über die Überbevölkerung" ist, dass davon ausgegangen wird, dass wir vor lauter Angst vor der Überbevölkerung die echten Probleme übersehen. Fakt ist, das wir die meisten Probleme aus Faulheit und Gier solange übersehen bis sie nur noch sehr schwer oder gar nicht mehr zu lösen sind, wie etwa die globale Erwärmung. Hätten wir früher Angst, dann wäre dies nur gut für uns. Ein gesundes Maß an Angst lähmt einen Menschen normalerweise nicht, sondern sie treibt ihn zu Höchstleistungen an. Deshalb wäre es viel besser wir hätten viel mehr "Angstmacher" wie Thilo Sarrazin oder Al Gore. Aber leider haben die zahllosen Schönredner in den Spitzen der Medien, der Parteien und der Regierungen ein deutliches Übergewicht, nicht an Zahl, aber an Einfluss. Marx hatte nicht ganz unrecht mit der Aussage, dass die Religion das Opium des Volkes ist. Er dachte dabei sicher nicht an Jesus, sondern an die grossen christlichen Kirchen, die mit dem zufrieden sind, was sie erreicht haben. Jesus war wie Marx ein Revolutionär, der mit den erreichten Zuständen nicht zufrieden war und dessen Lebenswerk ebenso von Reaktionären missbraucht wurde wie das von Marx. Manches, wie der menschliche Egoismus und die Ignoranz, ändert sich nie, auch nicht nach 2000 Jahren!