Verstärkung der Putzete Oststadt/Hardt von der Stadt abgelehnt


Das Bild rechts zeigt 11 der 13 Putzete-Teilnehmer der Klasse 9d der Adalbert-Stifter-Realschule (ASR) beim wohlverdienten warmen Leberkäs nach der Putzaktion am Freitag Nachmittag, den 14.3.2008, die trotz leichten Regens im Bereich des Riedwegs durchgeführt wurde. Diese ASR-Truppe hat in der Oststadt gefehlt!


Die ASR-Truppe wurde - aufgrund mangelnden Überblicks der Stadtverwaltung bzw. fehlenden Vertrauens Kommentar gegenüber engagierten Bürgern oder in deren Einschätzung der Vorort-Situation - von Seiten des Ordnungsamtes vom ursprünglichen Einsatzziel Buchhölzle zwischen Oststadt und Hardt auf den Riedweg am Klarenberg umgeleitet. Für die Säuberung des Buchhölzle wäre ein Trupp von mindestens 10 Schülern der Klasse 9d der ASR sowohl am Freitag als auch am Samstag in der Oststadt bereit gestanden.

 

Eigentlich wären die Schüler des Berufschulzentrums am Hardt, das in unmittelbar Nähe eines der größten Verschmutzungsschwerpunkte im Buchhölzle liegt, aufgerufen gewesen sich an der jährlichen Putzete zu beteiligen. Aber offenbar scheinen weder Lehrer noch Schüler dieses Schulzentrum zu wissen, wie es im angrenzeden Wald aussieht. Zumindest manche Schüler sollten es besser wissen, denn einige leisten einen nicht unmaßgeblichen Beitrag zur Vermüllung des Buchhölzles. Das Rauchverbots auf dem Schulgelände der Berufsschule schützt mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Schüler vor den Gefahren des Rauchens, aber es führt erkennbar zu einer zunehmenden Vermüllung des angrenzenden Waldes. Nicht zuletzt durch das Rauchverbot landet ein beträchtlicher Teil des Müllaufkommens der Schüler anstelle in den Abfalleimern auf dem Schulhof letztlich im Wald.


Das Berufschulzentrum wird von einer Öko-Wiese umgeben. Darunter wird von der Stadt offenbar eine Wiese verstanden, die für Hunde tabu ist. Da stellt sich zum einen die Frage, ob diese Wiese auch für Schüler tabu ist und zum anderen ob der angrenzende Wald auch Öko ist. Auf diese Frage können die Verantwortlichen wahrscheinlich keine Antwort geben, da ihnen schon der Unterschied zwischen Rasen und Wiese nicht bekannt ist. Falls doch sollten sie sich darüber Gedanken machen, ob ein Hundehaufen auf einem Rasen nicht vielleicht ökologischer ist als der Verpackungsmüll der Schüler im Wald. Wenn ja, dann sollten sie daraus Konsequenzen ziehen. Wenn nein, dann müssen die Bürger zumindest bei der nächsten Gemeinderatswahl den etablierten Gemeinderäten, die sich vorzugsweise mit Jahrhundertprojekten, die über exterene Investoren finanziert werden, beschäftigen, zeigen, dass sie auch die die Verantwortung dafür tragen, wenn die Stadtverwaltung ihrer täglichen Aufgaben nicht bewältigt.


Auch in der Stadtmitte sind die meisten Grünflächen für den besten Freund des Menschen verboten, obwohl doch das Herrchen Hundesteuer bezahlt. Wäre es nicht sinnvoller diejenigen, die den Kot ihrer Hunde nicht vorschriftsgemäß entsorgen, mit drastischen Geldstrafen zu belegen, als alle Hundebesitzer kollektiv mit einem Grünflächenverbot zu bestrafen? Pädagogen wissen, dass Kollektivstrafen nicht erlaubt sind, manche wissen sogar, dass sie kontraproduktiv sein können! Offenbar gibt es in der Gmünder Stadtverwaltung zu wenig Pädagogen oder Psychologen! Die Stadtverwaltung behebt ihre Fehler immer erst dann, wenn sich einflussreiche Personenkreise beschweren oder wenns ums Geld geht. Die Wünsche der Gmünder Bürger ignorieren sie. Kurz bevor die zahlenden Gästen zur Landesgartenschau 2014 nach Gmünd strömen, wird die Verwaltung heimlich die Verbotsschilder in der Grabenalle und im Stadtgarten demontieren. Denn sie wissen, dass kein zahlender Gast seinen vierbeinigen Kameraden an der Kasse abgeben wird!


Im Frühjahr 2008 war für OB Leidig, wie in den letzten 7 Jahren, die Stadtputzete noch keine Thema, das ihn interessierte. Der anläßlich eines Stadteilspaziergangs in der Südstadt geäußerte Wunsch nach einer Hundetoilette wurde von ihm und Herrn Hägele, dem zuständigen Mitarbeiter vom Ordnungsamt, damals noch vehement mit der Begründung abgelehnt, dass schlechte Erfahrungen mit den Hundetoiletten gemacht wurden und dass allein die Leerung sehr kostspielig sei. Sie hatten offensichtlich kurzfristig vergessen, dass es irgendeinen Grund dafür geben muss, dass die Stadt Hundsteuer erheben darf, denn dieses Jahr,im Wahljahr 2009, sah alles plötzlich ganz anders aus. Im OB-Wahlkampf war Sauberkeit und Sicherheit für kurze Zeit ein wichtiges Thema. OB Leidig erschien sogar zu den beiden Putzete-Terminen in der Oststadt, leider einmal zu spät und beim zweiten Mal war er schon wieder weg als die Putzete im Mühlweg begann. Auch die Hundetoiletten mit denen anscheinend nur negative Erfahrungen gemacht wurden, waren plötzlich wieder eine Möglichkeit, um die Stadt von den lästigen Hundehäufen zu befreien. Alles nur damit der im Wahlkampf hervorgebrachte Maßnahmenkatalog zur Sicherstellung von Sauberkeit und Sicherheit in Gmünd allein duch seine Länge einen bis ausreichend tiefen Eindruck bei den Wählern hinterließ.


Die Putzete Oststadt/Hardt 2009 wurde weder durch OB Leidig noch durch seine SPD-Fraktion, deren Jugend (JuSos) oder gar durch seine Grünen Freunde unterstützt.

Die Unterstützung kam vom Herausforderer Richard Arnold, der bei beiden Terminen tatkräftig mit anpackte. Beim ersten Termin ging er unterstützt von einem Trupp der Jungen Union eifrig ans Werk, obwohl das Wetter nicht dazu einlud.
Damit hat der künftige OB bereits mehr für ein sicheres und sauberes Gmünd getan als sein Vorgänger, den die Tat und das Vorbild sind entscheidend, nicht die hohlen Worte.

Hoffentlich kann der neue OB mit seinem Wahlspruch "Gmünd kann mehr" auch die Stadtverwaltung endlich dazu bringen, ihre Verantwortung gegenüber den Bürgern ernst zu nehmen.

Der designierte OB Arnold gibt zwar Anlass zur Hoffnung, aber ohne die aktive Unterstützung der Gmünder Bürger hat auch er keine Chance grundlegendes in Gmünd zu ändern, den die Arroganz der Macht gegenüber dem Bürger hat sich in den letzten Jahren auf allen Ebenen verfestigt!
Selbst die Schlüsselpositionen der Gmünder Presse sind von diesem Virus "Arroganz & Macht" befallen und stützen das Kartell der Macht im Rathaus durch einseitige Berichterstattung und Zensur von Lesermeinungen.