Die Schönen Seiten von Schwäbisch Gmünd

Schwäbisch Gmünd im Remstal

Leider gilt: "Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten!"

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Abendlicher Blick vom Hardt nach Westen, über die Wiese unterhalb der Grundschule Hardt (früher elemantary school der US-Army) und über die Oststadt hinweg, hinüber auf die durch die Pershing-Raketen berühmtgewordene Mutlanger Heide und den Rehnenhof, hinter dem dem die Sonne im Sommer untergeht.
Die unsichtbare Schattenseite: Der Hang unterhalb der Grundschule Hardt ist normalerweise übersäht mit leeren Flaschen (Wodka, Bier), Glasscherben und Verpackungen aller Art.


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Blick vom Vogelhof nach Osten über das Remstal mit der Schwäbisch Gmünder Altstadt und der Schwäbischen Alb im Hintergrund.
Vorne, links entlang der Bahngleise stehen eine Reihe von prächtigen Gebäuden, die einen Eindruck von der Architektur des beginnenden  20. Jahrhunderts vermitteln. Eines davon prägt mit seiner unübersehbaren Architektur seit nun schon fast 100 Jahren den Bahnhofsplatz und das westliche Stadtentree Gmünds, das ehemals königlich-württembergische Postgebäude. Es leistete der Post nun fast 100 Jahre ununterbrochen treue Dienste  und befindet sich trotz teilweise gegenteiliger Behauptungen der Bauverwaltung in einem baulich guten Zustand.
Die unsichtbare Schattenseite: Vorne, links gegen steht ein -das westliche Stadtentree Gmünds fast 100 Jahre prägendes- Ge&bauml;de, das ehemalige königlich-württembergische Postgebäude, das bald nicht mehr zu sehen sein wird. Es ist wie das ehemalige Jugenstil Stadtbad vom Stadtrat zum Abriss verurteilt worden. Die SPD- und Grünen-Fraktion haben sich mit ganz besonderem großem Eifer für dessen Abriss eingesetzt, obwohl sich fast 5000 Menschen aus der Region und etwa 4300 Gmünder Bürger in einem Bürgerbegehren für einen Bürgerentscheid eingesetzt  haben. Im Jahr 2013, im Jhar nach dem Stadtjubiläum und vor der "Landesgartenschau in Gmünd" hätte es sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Wären alle Stadoberen mit Gmünd so umgegangen, wie die heutigen Herren im Rathaus, dann gäbe es heute nicht diesen Blick auf die Gmünder Altstadt, der die 850-jährige Geschichte dieser Stadt erahnen lüßt und der sie von ihren Nachbarstädten deutlich unterscheidet. Damit die Gmündern den Zweckbau, der an dieser Stelle errichtet werden soll, leichter schlucken wurde er vom Rathaus "Einhornbau" getauft. Die Straße die den Bahnhofsplatz zwischen Einhornbau und Bahnhof zerschneidet, wurde zum Boulevardle erhoben. Das neue Ensemble aus dem Einhornbau, Boulevardle und dem schlichten, aber im Gegensatz zum Postgebäude denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude wird zu einem weiteren Mahnmal für die Mißachtung der Bürger, der normalerweise der Souverän in einer Demokratie sein sollte.


ehemalige köngiglich-Württembergische Post am Bahnhofsplatz
Das ehemalige königlich-württembergische Hauptpostgebäude bildet mit dem Bahnhofsgebäude und dem dazwischen liegenden  Bahnhofsplatz ein gemäß Expertenmeinung schützenswertes Ensemble, das seit nunmehr fast 100 Jahren das westliche Stadtentree von Schwäbisch Gmünd maßgeblich prägt.
Die unsichtbare Schattenseite: Die dunkle Seite der Macht hat wieder einmal zugeschlagen! 
Dieses ehrwürdige Gebäude war schon lange den Plänen einer Mehrheit im Stadtrat und dem abgewählten Oberbürgermeister Leidig im Weg. Selbst die Abwahl von OB Leidig änderte an der Einstellung der maßgeblichen Leute im Stadtrat (Fraktionsspitzen) nichts. Vor allem die Fraktionenspitze von SPD und Grünen forderten immer wieder mit Nachdruck den Abriss dieses Gebäudes. Die Fraktiosnspitze der CDU bevorzugte es, sich aus wahltaktischen Überlegungen in der Öffentlichkeit zu diesem Thema so weit wie möglich bedeckt zu halten. Die FDP setzte sich anfangs sehr engagiert für einem Bürgerentscheid zum Schicksal des Postgebäudes ein, am Ende war sie aber die treibende Kraft, die die Rettung dieses Gebäudes verhinderte, in dem sich ihre Fraktionsspitze genauso engagiert gegen eine offene Abstimmung über dessen Schicksal einsetzte. Damit konnte die schweigende Mehrheit der CDU-Fraktion die alternative Planung der Bürgerinitiative, die den Erhalt des Postgebäudes vorsah,  gemäß dem Wunsch ihrer Fraktionsspitzevorsitzenden in  einer geheimen Abstimmung  scheitern lassen, ohne sich dafür vor ihren Wählern verantworten zu müssen.  Somit musste die Mehrheit der CDU weder ihren Fraktionsvorsitzenden verärgern noch müssen sie Konsequenzen von ihren Wählern fürchten, das glaubt zumindest die CDU-Mehrheit. Ob sie Recht hat, das zeigen die nächsten Gemeinderatswahlen im Jahr 2014. Ähnlich zu heutigen Spitzenmanagern versuchen anscheinend jetzt auch die Stadräte sich mit allen Tricks der Verantwortung gegenüber dem entscheidenden Kontrollorgan, dem Aktionär bzw. Bürger  zu entziehen..

Der neue Oberbürgermeister Arnold traute sich nicht, zu seinen Aussagen aus dem OB-Wahlkampf zu stehen, sondern bot seinen Anhänger einen einen faulen Kompromiss in Bezug auf das Postgebäude und die Verkehrsführung über den Bahnhofsplatz an: das Boulevardle mit einem Einhornbau, dem als Bildanker die Ost-Fassade des ehemaligen Postgebäudes einverleibt wird.  Er ließ außerdem, trotz seiner Zusage von mehr Transparenz im Rathaus, zu, dass sein Baudezernent, der ihm von seinem Amtsvorgänger Leidig mit Unterstützung des Ältestenrates untergejubelt wurde (weil er bereits im Rahmen seiner Bewerbung eindeutige Präferenzen für die von OB Leidig und den Fraktionsspitzen bevorzugte Planung signalisiert hatte), sich äußerst unsachlich und einseitig zu den beiden zur Abstimmung stehenden Planungsalternativen äußerte. Nicht sachliche Argumente, sondern rhetorische Finessen dominierten seine Stellungnahme. Auf dieser Basis konnten schlechtinformierte Gemeinderäte keine eigenverantwortliche Entscheidung treffen. Sie wurden praktisch dazu gezwungen dem Vorschlag der Verwaltung bzw. ihrer Fraktionsführung zu folgen! Der Vorschlag der Bauverwaltung sieht vor den Kopf(bau) der Post an den Nachfolgebau zu heften, ähnlich wie ein Jäger den Kopf eines erlegten Wildes voller Stolz an die Wand seiner guten Stube nagelt. Das ist architektonischer Frevel, der seines Gleichen sucht! Das Todesurteil für das Postgebäude wurde zwar aufgehoben, dafür wurde das Postgebäude zur Verstümmelung (in Saudi-Arabien eine beliebte Strafe für Diebe) freigegeben. Das allerschlimmste an diesem Beschluss bzw. Urteil ist, dass die versprochene Transparenz im Verfahren völlig gefehlt hat und die heimlichen Strippenzieher sich einmal mehr durchgesetzt haben. 


Das schützenswerte Ensemble aus Postgebäude, Bahnhofsplatz und Bahnhofsgebäude

Blick vom Fehrle-Park auf das schützenswerte Ensemble aus Postgebäude, Bahnhofsplatz und Bahnhofsgebäude

Das schützenswerte Ensemble aus Postgebäude, Bahnhofsplatz und Bahnhofsgebäude

Historischer Blick aus der Lorcher Straße auf das königlich-württembergische Postgebäude am Bahnhofsplatz






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