Nachputzete und Schilderaktion am 14.4.2008

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Nachputzete und Schilderaktion in der Oststadt “Haltet unsere Umwelt sauber” mit der Klasse 4a und 4b der Rauchbeinschule (mehr Infos ...)
Innerhalb kürzester Zeit haben die Kinder der Rauchbeinschule mit großer Begeisterung eine überraschend große Menge Müll aus der Wiese unterhalb der Grundschule Hardt und aus dem Buchhhölzle-Wald (im Hintergrund) in unmittelbarer Nähe der Grundschule Hardt geborgen.

Im Jahr 2008 gab es leider nicht genug Putzete-Teilnehmer, um den Müll auch nur im Ansatz aus dem Wald unter der Hardtsiedlung zu entfernen. Auch die Nachputzete des "AK Sauberer Stadtteil" aus der Oststadt, die in Verbindung mit der Schilderaktion durchgeführt wurde, hat dieses Ziel nur in Teilbereichen erreichen können.

Würde öfters einmal eine ganze Klassenstufe der Rauchbein- oder Mozart-Schule oder des LGH einen halben Tag die Stadtputzete unterstützen, dann würde nicht nur der Waldrand entlang des Buchhölzle dauerhaft besser aussehen. Kinder und auch ihre Eltern sind grundsätzlich bis ins hohe Alter lernfähig. Aber ohne beiden zumindest einmal den richtigen Weg zu zeigen, wird es keine Änderungen zum Besseren geben, schon gar nicht in sozialen Brennpunkten!

Das Ergebnis des jährlichen Engagement der Grundschule Hardt ist im Gegensatz zu dem Ergebnis des ebenfalls jedes Jahr an der Putzete teilnehmenden Kindergartens St. Peter- und Paul selbst für den Interessierten nicht wahrnehmbar! Zumindest in der Wiese unmittelbar unterhalb der Schule und entlang des Waldrandes des Buchhölzles, ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Schule, zwei Verschmutzungsschwerpunkte der Hardtsiedlung, sieht es unmittelbar vor der Putzaktion genauso aus wie unmittelbar danach, so dass automatisch Zweifel am Putzete-Einsatz aufkommen, selbst wenn die Schulkinder in anderen, weniger verschmutzten Bereichen 200% Engagment an den Tag legten. Da die Grundschule Hardt nach meiner Kenntnis üblicherweise geschlossen an der Putzete teilnimmt, gibt es am Hardt folglich noch genug stille Reserven, um bei der Putzete auch das Erscheinungsbild von Hardtsiedlung und Umfeld auch für jeden sichtbar zum Besseren zu verändern. Dazu muss vermutlich nur der Putzete-Bereich etwas optimiert werden. Das hat dann auch den Nebeneffekt, dass die Kinder ihren Eltern nach der Putzete mit Stolz zeigen können, was sie für die Menschen am Hardt und ihre Umwelt geleistet haben.

Das Beispiel "Hardt" zeigt aber auch, dass die Kleinsten aus dem Kindergarten in Bezug auf die gesammelte Müllmenge die produktivsten sein können. Die einzige Voraussetzung sind anscheinend nur ausreichend motivierte Pädagogen! Kinder aus Grundschulen und Kindergärten muß man bei der Putzete normalerweise nicht motivieren, sondern höchstens bremsen! Ein großes Sammelergebnis ist natürlich ein entsprechend großes Erfolgserlebnis für die Kids und macht die erzieherischen Wirkung der Putzaktion noch nachhaltiger! Übervorsichtige Pädagogne sollten nicht zu viel "bremsen", sonst nützt die Aktion am Ende weder der Umwelt noch der Umwelterziehung, die Teil des Bildungsauftrags von Schulen ist. Letzteres gehört leider noch längst nicht zum Grundwissen jedes Pädagogen, denn zuviele Pädagogen von Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen, haben bisher den Putzete-Aufruf der Stadt einfach ignoriert. Das hat dazu geführt, dass die Stadt die Schulen und Kindergärten, beginnend mit dem dem Jahr 2010, erst gar nicht mehr mit einem persönlichem Anschreiben zur Teilnahme an der Putzete auffordert, sondern künftig nur noch darauf baut, dass Schulen wie die Grundschule Hardt oder Kindergärten wie St. Peter und Paul  an ihrem lanjährigen Engagement bei der Putzete festhalten.

Bestätigen etwa die löblichsten Ausnahmen in der Oststadt(Jugendtreff Ost) und am Hardt (Montessori-Kindergarten St. Peter und Paul) in Zukunft vermehrt eine traurige Regel?
Die Oststadt/Hardt-Putzete 2009, Teil der Landschafts- und Stadtputzete von Schwäb. Gmünd

Hoffen wir, dass das fehlende Interesse an der Putzete vor allem daran liegt, dass die Stadt nicht nachdrücklich genug zur Stadt- und Landschaftputzaktion aufruft!

Ob der Salvator eine Putzete so nötig hat wie das Buchhölzle, kann man  bezweifeln! Dass das persönliche Engagement des Oberbürgermeisters Arnold für die Putzete am Hardt oder an anderen soziale Brennpunkten in Schwäbisch Gmünd sinnvoller gewesen wäre, ist eine Tatsache. Da er als OB-Kandidat im Wahlkampf in der Oststadt an zwei Putzete-Terminen, unter anderem auch im Mühlweg, persönlich mit angepackt hat, sollte er dies eigentlich wissen! 

mehr zur Putzete 2008/2009
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