Internationales Guggenmusik Treffen Schwäbisch Gmünd

Bei dr Gmender Guggamusik-Guggade kosch Du an haufa Gugga agugga, ahorcha ond dr d'Arsch abfriera
zum noohogga ischs halt noo z'kalt, doodafoor kosch bei der Hoggad(s)e em Juni, am Stadtfescht hoimelich noohogga ond dei virrdele schloddza
aber zerschd sodsch dr des virrdele dooderzwischa bei dr Butzadde (Putzete) verdiena, sonschd schmeggd's net reachd!
Was guckst Du? Was guggsch ?
Gugga gugga
I gugg Gugga?
AA
Das Internationale Guggenmusiktreffen ist der Höhepunkt der Gmünder Fastnetszeit. Fast 1000 Musiker aus Deutschland, der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein geben sich dann in der schwäbischen Stadt ein Stelldichein. Bunte und fantasievolle Kostüme, tolle Masken und ausgelassene Menschen sammeln sich in allen Gassen und Plätzen der historischen Innenstadt. Weitere Eindrücke von Schwäbisch Gmünd und von der Gugga-Musik sind auf Rennis neuer Homepage zu finden!

Wer die historische Innenstadt von Schwäbisch Gmünd oder das Guggenmusik Treffen noch nicht erlebt haben, sollte dies so schnell wie möglich nachholen, denn der Gmünder Stadtrat und die von ihm ins Amt gesetzten Städtebauer arbeiten daran, den Ensemble- und Denkmalschutz zu unterlaufen, um der Stadt ein radikales "Facelifting" zu verpassen! Es ist zu befürchten, dass dies wie bei Chiara Ohovens Lippen oder bei Michael Jacksons Nase schief geht und die Innenstadt am Ende in einem ganzen neuen Sinne als historisch bezeichnet werden muss, nämlich als Ergebnis einer historischen Aktionismus- bzw. Modernisierungswelle.
Dies ist nichts neues für Schwäbisch Gmünd, denn bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts tobte sich der Stadtbaumeister J. M. Keller in Schwäbisch aus, um die Stadt dem Geschmack seiner Zeit anzupassens. Bei der damaligen Barockisierungswelle und den späteren Versuchen Verlorenes wieder zu rekonstruieren sind mehr wertvolle Bausubstanz und Kunstwerke zerstört als geschaffen worden. Dies mag eine der Gründe sein, die zum dem Spruch "Nix mender als a Gmender" geführt haben. Auch heute noch gibt es Herren im Rathaus, die diesem Spruch alle Ehre machen. Die Eigenschaft "Närrisch zu sein", d.h. ungezwungen zu sein und die Wahrheit zu sagen, ist leider keine Tugend im Rathaus, sondern ist leider vor Allem bei Narren und Kinder zu finden, wie es aus einem alter Spruch hervorgeht. Egoismus, Ignoranz, Sturheit und der Drang zur Selbstdarstelllung sind dagegen im Rathaus eher zu finden. Die einzige Zeit, in der in Schwäbisch Gmünd im Rathaus bislang die Wahrheit gesagt wurde, ist die Zeit vom Donnerstag vor Aschermittwoch bis zum Aschermittwoch, der ursprünglichen Fasnet, da in dieser Zeit, nach einem im 19.Jhd. im Bonner Stadtteil Beuel enstandene Brauch, der auch in Gmünd aufgegriffen wurde, närrische Weiber das Rathaus übernehmen.
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http://www.youtube.com/watch?v=jxochBPC1Lk http://home.arcor.de/kaosfamilie/page/80.htm http://www.fasnet-forum.de/zuenfte/haeser_40.htm ---------------- Guggemusik Die "Guggemusik" bzw. "Guggenmusik" ist fester musikalischer Bestandteil der schwäbisch-alemannischen Fasnacht in Südwestdeutschland und in der Schweiz. Es handelt sich um eine rhythmische bis fetzige Musik verschiedener Instrumente. Da es sich meistens um Hobbymusiker handelt, erkennt man die Melodie durchaus, aber sie klingt oft ziemlich schräg oder besser gesagt, es steckt sehr viel künstlerische Freiheit dahinter. Doch grundsätzlich entsteht eine mitreißende Musik, gut tanzbar und hervorragend geeignet für spontane Platz- und Straßenkonzerte während der 5.Jahreszeit. Die Guggenmusiker sind zudem alle maskiert und tragen meist ein kreatives Häs. Viele Gruppen entstanden mittlerweile um die traditionellen Narrenzünfte herum, um sie bei Umzügen musikalisch begleiten zu können. Neben den traditionellen Blechblasinstrumenten wie Trompete und Posaune und Trommeln lässt sich heute auch beinahe jedes andere Instrument finden. Der Begriff leitet sich vermutlich her von "Gugge", was im Alemannischen für Tüte steht. Im Schweizerdeutsch steht der Begriff "Gugge" aber auch für alle Arten von Blechblasinstrumenten. Dahinter verbirgt sich vermutlich die frühere Papiertüte, in die man auf Märkten Lebensmitte zum Transport füllte. Diese "Gugge" konnte man allerdings auch als Blasinstrument umfunktionieren, was Kinder früher oft und gerne taten. Der Siegeszug der Guggenmusik begann in den schweizerischen Städten Basel und Luzern und kam schließlich auch nach Südbaden. Daher lassen sich mittlerweile auch professionelle Guggengruppen in der Schweiz finden, die auf Konzertreisen gehen und gegen Gage auftreten. In Schwäbisch-Gmünd findet regelmäßig eines der größten Guggentreffen der Schwäbisch-alemannsiches Fasnet statt. -->